Stadtschülerrat kritisiert geplante Kürzungen

Spart sich der Freistaat an Jugendlichen gesund? – Stadtschülerrat kritisiert geplante Kürzungen bei der Jugendpauschale und bei Schulausbaumitteln!

Dresden, 19. Februar 2010

Die vor einigen Tagen bekannt gewordenen geplanten Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit und die bereits bekannten Stopps bei Ausbauvorhaben an sächsischen Schulen werden vom Stadtschülerrat Dresden heftig kritisiert.

„Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite mehr Partizipation von Jugendlichen gefordert wird und auf der anderen Seite die für die Partizipation unabdingbaren Finanzmittel für Projekte und Engagement im jugendpolitischen Bereich gekürzt werden.“, so Linda Kluttig, Vorsitzende des Stadtschülerrates Dresden.

Jugendarbeit ist ein wichtiges Mittel um Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig an der Gesellschaft teilhaben zu lassen und sie vor Einflüssen aus rechtsextremen Dunstkreisen fernzuhalten. Die geplante Kürzung an der Jugendpauschale bedeutet allein für Dresden ein Minus von ca. 600.000 € im Bereich der Jugendarbeit. Weiterhin sind mehrere geplante Aus-,Baumaßnahmen mit Hinweis auf die klamme Finanzsituation an Dresdner Schulen gestoppt worden.

Dazu Andreas Tietze, stellvertretender Vorsitzender des Stadtschülerrates: „Während die FDP sich einen zweiten Staatssekretär im Wirtschaftsministerium gönnt, wird hier von der Staatsregierung an der völlig falschen Stelle gespart. Die Zeichen, welche die Staatsregierung mit den geplanten Einsparungen an Jugendliche und an die Schülerschaft aussendet, sind sehr fragwürdig und beweisen leider einmal mehr, dass Schülerinnen und Schüler scheinbar politisch wirklich nicht ins Gewicht fallen und deshalb die Kürzungen im Jugendbereich für die Staatsregierung weniger schlimm sind.“

Der Stadtschülerrat Dresden fordert die Überarbeitung der geplanten Sparpläne und die Weiterführung zumindest eines Teils der geplanten Ausbauarbeiten an sächsischen Schulen.

Februar 23, 2010 · patrick · Comments Closed
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