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2. Pressekonferenz des SSR

Am Dienstag Vormittag fand die 2. Pressekonferenz des Stadtschülerrates Dresden statt. Thema der eineinhalbstündigen PK war der 2. Entwurf des Schulnetzplanes. Der Stadtschülerrat und der Kreiselternrat legten unter anderem eine gemeinsame Pressemitteilung und seine Stellungnahme zum 2. Entwurf des SNP vor und berichteten ausführlich von Mängeln und Lücken im SNP. Das Aktionsbündnis “Macht?Schule.Bildung!” kündigte bis zur Verabschiedung des Schulnetzplanes weitere Aktionen und Proteste an.

PK

Download:
Gemeinsame Pressemitteilung des SSR und des KER (Kreiselternrates) Dresden
Stellungnahme des SSR Dresden zum SNP
Stellungnahme des KER Dresden zum SNP

22.000 Schüler gegen die Bildungspolitik!

Am 28.03.12 demonstrierten sachsenweit rund 22000 Schülerinnen und Schüler, mit dezentralen Aktionen an ihren Schulen, gegen die aktuelle Bildungspolitik. In Dresden nahmen ca. 500 Schülerinnen, Schüler, Lehrer und Eltern an der Demonstration vom Landtag zum Finanzministerium teil. Die Schüler fordern mehr Investitionen in das gesamte Bildungssystem, vorallem aber in die Ausbildung und bessere Bezahlung ihrer Lehrer. Laut Kultusministerium müssten jährlich rund 1600 neue Lehrer eingestellt werden, um den Bedarf zu kompensieren. Grund für den akuten Lehrermangel ist, dass in den nächsten Jahren ein großteil der in sachsen beschäftigten Lehrer in Rente gehen wird und ein zweiter großer Punkt ist die vergleichsweise schlechte Bezahlung sächischer Lehrer. Kultusministerin Brunhild Kurth sicherte den Schülern volle Unterstützung zu.
 

Demonstrationszug am sächsischen Landtag

Kultusministerin Brunhild Kurth und Finanzminister Unland

3. Vollversammlung 2011/2012

Unsere 3. Vollversammlung in diesem Schuljahr, fand am Dienstag, dem 24.04. im BSZ für Wirtschaft “Prof. Dr. Zeigner” statt.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Vorstellung der Stellungnahme des SSR Dresden zum Schulnetzplanes, die Vorstellung eines Jugendparlaments und das Treffen der Paten des SSR mit ihren Patenschulen. Außerdem wurde Sebastian Hessler als neuer Landesdelegierter gewählt, da Felix Wendel zurücktreten musste. Des Weiteren fanden drei kleine Diskussionsrunden zu den Themen “Schulnetzplan”, “Lehrermangel” und “Demokratie an Schulen” statt. Dazu waren Politiker und Gewerkschaftsvertreter eingeladen. Georg Heyn, der stellvertretende Vorsitzende des Landesschülerrates Sachsen, stellte noch kurz die Arbeit und das Wirken des Landesschülerrates vor.
Alles in allem war es eine gelungene Vollversammlung, auch wenn leider nur die Hälfte aller Dresdner Schülervertreter anwesend waren.

Laverne Karlsson

Lehrermangel – Warum?

Sachsen steht neben weiteren Bundesländern vor einem ernstzunehmenden Lehrkräftemangel. Unterrichtsausfall, Verlagerungen und Abordnungen in Größenordnungen sind bereits jetzt Realität.

Die Lage ist massiv, hohe Unterrichtsausfälle und Mangel an Vertretungslehrern bestimmen den Schulalltag der sächsischen Schülerinnen und Schüler. Spätestens 2030 werden 75% der in Sachsen unterrichtenden Lehrkräfte in Rente gehen. Bereits jetzt verzeichnen u.a. Schulen im Berufsbildenden Bereich durchschnittlich zehn Prozent Unterrichtsausfall. Dieser Wert, wie auch im allgemeinbildenden Bereich steigen.

In nächster Zeit wird der Freistaat große Probleme bekommen. Im letzten Jahr begannen ganze drei Abiturienten ein Studium zum Mittelschullehrer. Das ist weitaus weniger als derzeit und in der Zukunft an Sächsischen Schulen benötigt wird. Das Lehramtsstudium ist zumeist komplex, unflexibel und die Lehramtsausbildung wird beispielsweise in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) teilweise durch hohe NC-Hürden noch zusätzlich unnötig erschwert. Auswirkungen sind viel zu niedrige Studieneinstiegszahlen und hohe Durchfallquoten.

Quelle: Staatsministerium für Kultus und Sport – Freistaat Sachsen

 
Unbestreitbar ist: es muss nachjustiert werden. Es müssen mehr Studierendenplätze in der Lehrkräfteausbildung geschaffen werden und gleichsam die Referendariatszeit sinnvoll ver-kürzt werden. Ebenso benötigen wir eine Aufwertung des Lehramtsberufes, welche wir nur erreichen, wenn der Freistaat mehr Geld nicht nur bei der Ausbildung sondern auch bei der gleichberechtigten Vergütung der Lehrkräfte in die Hand nimmt.

Das Lehrerdasein in Sachsen muss eine Aufwertung erfahren. Gerechte Entlohnung, intensive und moderne Fortbildungen, bessere Altersteilzeitregelung sind nur wenige Punkte, mit denen man Anreize schaffen kann.

2. Entwurf des Schulnetzplanes

Am 01.März 2012 wurde der 2. Entwurf des Schulnetzplanes der Stadt Dresden veröffentlicht. In einer Pressekonferenz wurden die Eckpunkte vorgestellt. Wer den neuen Schulnetzplan etwas zusammengefasster in einer Powerpoint haben möchte, der ist hier genau richtig! ;)
 
Der Stadtschülerrat Dresden wird sich, zusammen mit seinem Aktionsbündnis Macht?Schule.Bildung!, in den kommenden Wochen mit den einzelnen Planteilen beschäftigen und den Schulnetzplan inhaltlich diskutieren und aufarbeiten.
 
Die konkreten Info´s, Diskussionstermine oder andere gute Info´s hält unser Aktionsbündnis bereit!
 

Die Pressemitteilung der Stadt Dresden:

 
01.03.2012
Überarbeiteter Dresdner Schulnetzplan: Landeshauptstadt plant 16 neue Schulen

„Die Bildung hat in Dresden weiterhin erste Priorität”, sagte Bürgermeister Winfried Lehmann heute, 1. März, zur Vorstellung der überarbeiteten Dresdner Schulnetzplanung 2012. Nachdem neueste Prognosen der Bevölkerungsentwicklung im November bekannt waren, wurde der Entwurf zur Fortschreibung des Schulnetzplanes entsprechend angepasst, in der Dienstberatung der Oberbürgermeisterin bestätigt und als zweiter Entwurf zur Beratung in die Gremien des Stadtrates, die Ortsbeiräte und Ortschaftsräte überwiesen. Gleichzeitig erfolgt ab 3. März die Diskussion am Runden Tisch Schulnetzplanung, bei dem Vertreter des Kreiselternrates, des Stadtschülerrates, der Stadtratsfraktionen, der Sächsischen Bildungsagentur, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Bürgermeister Winfried Lehmann und Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, vertreten sind.
 
Der überarbeitete Entwurf der Schulnetzplanung stützt sich auf die Einwohnerprognose vom November 2011 der Kommunalen Statistikstelle der Landeshauptstadt Dresden. In dieser wird deutlich, dass die Anzahl von Kindern und Jugendlichen gegenüber dem ersten Entwurf um bis zu 14 Prozent steigen wird und somit pro Jahrgang bis zu 700 Kinder mehr eingeschult werden. „Grund dafür ist die weiterhin hohe Geburtenfreudigkeit Dresdner Familien. Hinzu kommt als wesentlicher Grund für die Prognoseänderung, dass im Vergleich zum ersten Entwurf ein verändertes Wanderungsverhalten eine Rolle spielt. Immer mehr Familien bleiben in und ziehen nach Dresden, so dass sich der Saldo von Fort- und Zuzügen halbiert hat”, erklärt Bürgermeister Lehmann.
 
Nach der aktuellen Prognose werden in den Schuleingangsklassen der kommunalen Grundschulen im Maximum 5 244 Schülerinnen und Schüler (im Schuljahr 2023/2024) erwartet. Gegenüber dem Schuljahr 2011/2012 bedeutet dies ein Plus von 1 359 Schülerinnen und Schülern. Bei den kommunalen Mittelschulen wird ein kontinuierlicher Anstieg bis auf 2 250 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2027/2028 prognostiziert. Dies sind 770 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2011/2012. In den kommunalen Gymnasien wird die Schülerzahl auf 2 361 im Jahr 2026/27 anwachsen, gegenüber 1 592 im Schuljahr 2011/2012. In den Förderschulen ändert sich die Prognose nur leicht, für die beruflichen Schulzentren wurde die Prognose nicht geändert, weil sich diese am Ausbildungstrend orientiert. Die überarbeitete Schulnetzplanung trägt dieser Entwicklung durch einen noch umfassenderen Neubau und die Wiederinbetriebnahme von Schulgebäuden, die vollständige Ressourcenauslastung bestehender Standorte und Mietlösungen für mobile Raumeinheiten zur Überbrückung kurzfristiger Bedarfe Rechnung.
 
Grundschulen
 
Zur Bedarfsdeckung der Grundschulen sind fünf Neugründungen geplant. Im Stadtteil Pieschen sollen 2014 auf der Leisniger Sraße, 2016 auf der Maxim-Gorki-Straße und 2018 im elbnahen Pieschener Gebiet jeweils eine Grundschule entstehen. Außerdem liegt ein Gründungsbeschluss für die bis zu vierzügige Grundschule Naußlitz in Cotta bereits vor. In der Dresdner Neustadt ist für 2021 eine neue Grundschule vorgesehen. Darüber hinaus sind vier bauliche Erweiterungen insbesondere im Stadtteil Cotta und Blasewitz geplant. Die 76. Grundschule soll einen Schulneubau erhalten, damit der derzeitige Doppelstandort mit der 76. Mittelschule entlastet wird.
 
Mittelschulen
 
Im Bereich der Mittelschulen ist weiterhin für 2012 die bereits beschlossene Gründung der 107. Mittelschule auf der Hepkestraße geplant. Weitere fünf Neugründungen sind vorgesehen: 2015 und 2022 im Stadtteil Neustadt/Pieschen (fünf- und vierzügig), 2017 und 2022 im Stadtteil Blasewitz (dreizügig) und 2019 im Stadtteil Plauen (dreizügig). Die 32. Mittelschule in Blasewitz soll außerdem einen Neubau erhalten, um den Doppelstandort mit der 32. Grundschule zu entlasten. Vier Schulerweiterungen und die Verlagerung der 46. Mittelschule sind geplant.
 
Gymnasien
 
2014 soll die Gründung eines Gymnasiums erfolgen. Bis es 2018 an seinen endgültigen Standort auf der Bernhardstraße in Dresden-Plauen umzieht, werden die Schülerinnen und Schüler vier Schuljahre auf dem Leutewitzer Ring unterrichtet. 2017 erfolgt auf der Boxberger Straße in Dresden-Prohlis die nächste gymnasiale Gründung. Weitere drei Neugründungen sind 2018 in Pieschen-Neustadt, 2020 in Blasewitz und 2024 in Dresden Altstadt/Cotta vorgesehen. Des Weiteren sollen das Gymnasium Bühlau und das Gymnasium Plauen erweitert werden.
 
Berufliche Schulzentren
 
Im Bereich der Beruflichen Schulzentren ist vorgesehen, die Ausbildung für alle bestehenden Berufsfelder in Dresden zu sichern, aber ausgewählte Ausbildungsberufe umzuordnen. Teile des Beruflichen Schulzentrums für Dienstleistung und Gestaltung sollen in verschiedene bestehende Berufsschulstandorte aufgehen. Ein Hauptteil des Beruflichen Schulzentrums für Dienstleistung und Gestaltung und das Berufliche Schulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung werden zusammengelegt. Der Standort Chemnitzer Straße bleibt erhalten.
 
Zusätzlich zur aktuellen Beschlusslage des Dresdner Haushaltes, die sich aus dem Doppelhaushalt 2012/13 und dem Beschluss „Zukunftsfähigkeit durch Bildungsinvestitionen stärken” vom 15. Dezember 2011 zusammensetzt, sind allein bis 2018 zusätzlich Investitionsmittel von etwa 200 Millionen Euro und konsumtive Mittel von etwa 65 Millionen Euro nötig.
 
Weiteres Verfahren zur Fortschreibung des Schulnetzplanes

  • Ab Mitte März: Diskussion in den Schulkonferenzen und mit dem Kreiselternrat, Beratung in den Ortsbeiräten und Ortschaftsräten
  • 3. März, 9.30 Uhr: erste öffentliche Sitzung des Runden Tisches Schulnetzplanung im BSZ G. A. Zeuner.
    Mitte Juli 2012: Beschlussfassung im Stadtrat

Präsentation zum 2. Entwurf des Schulnetzplans 2012
Schulnetzplan unter www.dresden.de/schulnetzplanung.
 
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(Quelle: www.dresden.de/pressemitteilungen)