„Mit dringenden Notfallmaßnahmen will die Stadt Dresden die drängende Raumnot für Schüler beheben.“, so lautete der erste Satz eines Artikels in der heutigen Ausgabe der sächsischen Zei-tung (10.01.2012) mit einem Bild des lächelnden Schulbürgermeisters Winfried Lehmann (CDU). In dem Artikel werden mitunter Maßnahmen angekündigt, die schon lange vom Tisch waren und nun mehr die Feststellung nahe legen, dass Herr Lehmann offenkundig gelogen hat.
Unter anderem sollen Dresdner Berufsschulzentren ins Umland verlagert werden. Die Verlage-rung traditionell und langjährig gewachsener Schulstandorte bedeutet nicht nur ein Prestige-verlust, sondern vielmehr die Inkaufnahme von weitaus längeren Schulwegen für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. Gepaart mit der Kürzung der Mittel für den Schülerverkehr, ist das eine Mischung, welche sich eklatant auf das Bildungswesen in Dresden auswirken wird.
Des Weiteren wird von einem Platzmangel an Gymnasien gesprochen, welcher so scheinbar für die Stadtverwaltung und dem zuständigen Bürgermeister Lehmann überraschend gekommen sein muss. Wie sonst ist dieser Katastrophenplan von Schulnetzplanung sonst zu erklären. Als Lösung der Probleme wird die Erweiterung der Schulklassen auf bis zu 30 Schüler in Betracht gezogen. Von geordneten Unterrichtsabläufen und angenehmen Lehr- und Lernbedingungen kann an den jetzt geplanten 5 bis 6-zügigen Gymnasien keine Rede mehr sein.
Darüber hinaus streicht man in der Hortbetreuung für die Kleinen die Raumkapazitäten so zu-sammen, wie es der Stadt genehm ist. Nun soll ein Hortraum Hortzimmer pro Jahrgang ausrei-chen. Bei steigenden Schülerzahlen ist ein angenehmes Ruhe- und Ganztagsangebot nicht mehr möglich.
Die geplanten Maßnahmen der Stadt Dresden sind eklatante Fehler in der Bildungspolitik und belasten alle – Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen. Es ist nach den Demonstrationen und Gesprächen in den letzten Monaten und Jahren ein Eklat. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, endlich auf den Weg der Realität zurückzukehren und schüler- sowie schulfreundlichere Methoden zum Ausgleich der hohen Schülerzahlen zu finden. Darüber hinaus fordern wir den Rücktritt des Schulbürgermeisters Winfried Lehmann. Herr Lehmann hat nun über Jahre be-wiesen, dass er dem offenkundigen und lange bekannten Zuwachs an Schülerinnen und Schülern in Dresden nicht Herr werden kann. Nach mehrmaligen Enttäuschungen, Versprechungen und Versicherungen bringt er mit diesen Ankündigungen das Fass zum überlaufen.
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